Konzert des Wiener Concert-Vereins

SCHALLWENDE – Festival für Neue Musik

stromaufwärts ≈ frutz ≈ Ill ≈ frödisch

„Stromaufwärts“ ist Bewegung gegen die Richtung des Gewohnten. Hören gegen den Strom. Spürbarer Widerstand. Hindernisse werden überwunden. Neugier tut sich auf ….

Die Flüsse Frutz, Ill und Frödisch prägen den Vorarlberger Raum – landschaftlich, historisch und kulturell. Als Leitmotiv stehen sie für Regionalität und Erdverbundenheit, Authentizität, aber auch für Dynamik, Verzweigung, Zusammenfluss, Verbindung und Stromversorgung.

Wie Wasserläufe mit eigenem Charakter, die einander begegnen, ineinander fließen, beeinflussen, treten in dieser Konzertreihe unterschiedliche Klangsprachen, ästhetische Positionen und kompositorische Handschriften in Beziehung zueinander.

Neue Musik - überwiegend aus Vorarlberg - erscheint hier nicht als abgeschlossene Stilrichtung, sondern als lebendiges Geflecht: fragmentarisch und konzentriert, widerständig, durchlässig, experimentell und sinnlich.

„Stromaufwärts“ verweist zugleich auf die Quelle: auf das Wesentliche, das Reduzierte, das noch nicht Verfestigte.

Die Zuhörenden sind eingeladen, sich auf Unsicherheiten einzulassen, Bekanntes neu zu hören und dem Unerwarteten Raum zu geben.

(Konzept: Mira Weihs)


SCHALLWENDE – Festival für Neue Musik

FRUTZ

1. Konzert
Fr, 18. September 2026, 19:30 Uhr
Theater am Saumarkt/Feldkirch

Juta Pranulyte NEUES WERK für Horn Solo URAUFFÜHRUNG
Christian Ofenbauer 9. Streichquartettsatz
Alexander Wagendristel Water and Stone, für Horn- und Fünfsaiter URAUFFÜHRUNG
Michael Amann Flusslandschaft mit Inseln, für 2 Violinen, Viola, Violoncello, Kontrabass URAUFFÜHRUNG
Morgana Petrik Du sublime au ridicule für Kontrabass Solo URAUFFÜHRUNG der Fassung für Kontrabass
Johannes Beranek „im licht das licht.” für Streichquintett und Hornsolo URAUFFÜHRUNG

Johannes Beranek Dirigent, Horn
Franz Michael Fischer Violine
Christopher Bainbridge Kontrabass


stromaufwärts - electronics Ill

2. Konzert
Sa, 19. September 2026, 19:30 Uhr
Theater am Saumarkt/Feldkirch

Alisa Kobzar im Gespräch: Wie beeinflussen Computermusik-Tools das kompositorische Denken, den Arbeitsablauf und das künstlerische Ergebnis?

Anna Maly "Atmend … in den Klang hineinkriechen", für Klavier, Violine und Elektronik URAUFFÜHRUNG
Alisa Kobzar "Elektrisierte Ruinen" aus dem Zyklus "Geisterstädte", für akustischem Klavier, digitalem Klavier und physikalisch modelliertem Klavier URAUFFÜHRUNG
Martin Gut "e luz e paz e graça", für Violine, Klavier, Elektronik URAUFFÜHRUNG
Benedikt Alphart "indivisiBELLS", für Klavier und Elektronik URAUFFÜHRUNG
Gerard Erruz "memory stream“, für Violine und Elektronik
Lars Tuchel "for lack of a better" für Quadrophonie URAUFFÜHRUNG

Alisa Kobzar Klavier
Hyewon Lim Violine
Franz Michael Fischer, Mira Weihs Moderation
Anna Maly, Alisa Kobzar, Martin Gut, Gerald Erruz, Lars Tuchel Elektronik


wort.bild.film  - FRÖDISCH

3. Konzert
So, 20. September 2026, 10:30 Uhr
Theater am Saumarkt/Feldkirch

Ilia Osokin (Musik) „Ambient story“, Ilia Osokin documentary (FILM)
Guillaume Zanier (Regie)

Ilia Osokin „Septième jour“ aus dem Zyklus „Wave Creation“ für Violine u. Violoncello (FILMMUSIK) URAUFFÜHRUNG
Johannes Berauer Prelude for m.c. Escher Klavier solo (BILD KI generiert)

Tamara Štajner (Musik, Regie) (FILME)
„KRŠKO“, Text aus dem Gedichtband ‚Schlupflöcher' von Tamara Štajner
„LOŠINJ“, Text aus dem Gedichtband ‚Schlupflöcher' von Tamara Štajner
"von fröschen + raketen geträumt"
„KÜSTENKIND“, Text aus dem Gedichtband ‚Schlupflöcher' von Tamara Štajner

Shiqi Geng 2. Satz aus der Sonate nach Bildern von Marc Chagall, für Viola Solo (BILD KI generiert)
Florian Hecher (Musik, Schauspiel, Schnitt) / Susanne Schönthaler (Regie, Schnitt) (FILM)
"Piano Epico“, Florian Hecher spielt zum Film

Florian Hecher "Gefühlt 2026 Ω“, Piano Solo Improvisation über das Motto des Schallwende Festivals 2026 URAUFFÜHRUNG

Ilia Osokin Violoncello
Georgy Begletsov Violin
Florian Hecher Klavier
Katharina Plankensteiner Viola